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Deponien – Gefahr für Luft und Wasser

Die Ablagerung von Abfällen auf Deponien, wo sie dem natürlichen Zerfall überlassen werden, birgt schwerwiegende Gefahren für die Umwelt. Deponien zerstören nicht nur wertvolle Landschaft, sondern werden auch für Generationen zur unkalkulierbaren Gefahrenquelle. Denn es dauert bis zu 300 Jahre bis eine Müllhalde chemisch zur Ruhe kommt. Während dieser langen Zeitspanne müsste sichergestellt sein, dass weder schädliche Gase in die Luft abgegeben werden, noch das Grundwasser vergiftet wird – Forderungen, die niemand seriös erfüllen kann.

Darüber hinaus haben die LKW-Transporte der Abfälle zu den Deponien zusätzlich negative Auswirkungen auf die Umwelt und belasten das ohnehin stark belastete Moskauer Verkehrssystem mit zusätzlichen Fahrten: die Deponien liegen in einem Umkreis von ca. 100 km außerhalb der Stadt. Um die Anzahl der LKW Fahrten zu reduzieren, wird ein Teil des Mülls (1,2 Millionen Tonnen pro Jahr) in Umladestationen in größere LKW Fahrzeuge gepresst, mit denen der Müll zu den Deponien transportiert wird.

Als sinnvollste Alternative zum Deponieren hat sich das thermische Behandeln des Mülls erwiesen, also die kontrollierte Verbrennung bei einer Temperatur von über 1000° Celsius. Daraus ergeben sich gleich drei Vorteile auf einmal: Erstens werden die im Müll enthaltenen Schadstoffe unschädlich gemacht, zweitens wird das Volumen des Abfalls auf ein Zehntel reduziert, und drittens lassen sich aus Abfall sogar noch beträchtliche Mengen Energie gewinnen.